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Japanischer Kirschbaum – nicht nur zu Hanami eine Augenweide

April 1, 2017
Japanischer Kirschbaum Kiku-shidare-zakura

Jedes Jahr im April werde ich auf wunderbare Weise an meinen Geburtstag erinnert: Mein japanischer Kirschbaum blüht üppig tief rosa. Er war ein Geschenk zum 40. Geburtstag von meiner japanischen Firma. Zunächst war ich mir nicht sicher, ob mich das Geschenk freuen sollte. Ich hatte viel darüber gehört, dass ein japanischer Kirschbaum sich zu einem wahren Baummonster entwickeln kann. Dieser hier jedoch ist wie für meinen kleinen Garten gemacht: Gerade mal 3,5 Meter hoch und nicht zu ausladend. Seine puscheligen, gefüllten rosa Blüten hängen in dichten Troddeln wie ein pinker Vorhang von den Ästen. 

Japanischer Kirschbaum mit wenig Platzbedarf: die hängende Nelkenkirsche Kiku-shidare-zakura

Bei meinem japanischen Kirschbaum handelt sich um eine hängende Trauerform von Prunus serrulata. Oder auch hängende Nelkenkirsche genannt. seine Ettikettbeschreibung verspricht folgendes:

  • Blühzeit: April
  • Höhe: 2-3 Meter
  • Standort: volle Sonne
  • Blütenfarbe: rosa gefüllt
  • Zweige: hängend, Trauerform

Und einiges davon hält er auch. Die Blütenpuschel auf den Hanami-Bildern oben sind von meinem Baum. Zum Vergleich die ungefüllten weiß-rosanen Blüten sind von einer Baumreihe, an der ich jeden Tag mit dem Fahrrad vorbeifahre. Die Höhenangabe 2-3 Meter scheint so wie bei allen Höhenangaben nach meiner Erfahrung zu sein: leicht bis stark untertrieben 😉 Aber 3,5 Meter sind auch noch völlig in Ordnung. Zumal der Baum für jede Jahreszeit ein Highlight bereit hält. Im Sommer entwickelt sich ein schöner Blättervorhang, der den Garten vom Sitzplatz hinten wie mit einem Passepartout einrahmt. Und im Herbst läuft mein japanischer Kirschbaum zu einem wahren Farbfeuerwerk auf. Erst gelb und am Ende in knalligen Rot trennt sich der Baum von seinen Blättern. Selbst ohne, dass er einen vollsonnigen Platz hat läuft es mit der Herbstfärbung meist gut. Auch wenn Trauer im Namen steht, die Kirsche macht mir zu jeder Jahreszeit Freude.

Schnittverträglich: Wenn die Äste zu lang werden.

Am Anfang war der Baum wirklich noch sehr übersichtlich klein. Man kann ihn auf dem Bild gerade noch hinter der Robine erkennen. Aber so ein Baum wächst natürlich. Jedes Jahr hat der Baum bisher an Umfang zugenommen. Die Rinde hat ein wunderschönes silbergrau, dass besonders im Winter eine gute Figur vor der dunkelen Kirschlorbeerhecke macht. Hinter dem verschneiten japanischen Ahorn sieht man den Stamm hervorlugen. Und natürlich wird und auch jedes Jahr einiges an Astmaße produziert. Die hängenden Äste der Trauerkirsche werden mir manchmal etwas zu lang. Sie reichen dann fast bis zum Boden und ich komme mit dem Rasenmäher nicht mehr so gut drunter her. Dann muss der Baum zum Friseur: Spitzen schneiden ist angesagt! So fallen einige Spitzen im Dezember der Barabarazweigwette auf Facebook zum Opfer. Eine neue Tradition, die am 4. Dezember nach dem Barbarazweigbrauch startet und die ich bisher verloren habe. Aber wer weiß – vielleicht macht mich meine japanischer Kirschbaum in Trauerform dieses Jahr rundum glücklich und blüht als erste! 

Hier die Barbarazweig Wette vom letzten Jahr bei Facebook.

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