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Winterharte Kräuter im Garten

April 5, 2017
Winterharte Kräuter: Lorbeer

Natürlich lohnt es sich Kräuter im eigenen Garten anzubauen! Vor allem wenn es denn winterharte Kräuter sind. Was gibt es herrlicheres, als kurz in den Garten zu gehen und mal eben ein paar frische Lorbeerblätter für die Küche zu zupfen? Oder dem selbstgemachte Panini auf der Terrasse mit einem kurzen Zupfen am Olivenkraut einen letzten Schliff zu geben? Leider gehört ja nicht jedes Kraut zur Gruppe der winterharten Kräuter. Ein Basilikum ist eben nicht für unsere Winter gemacht.

Panini mit Kräutern
Oma Marlies am Muttertag mit einem zünftigen und frisch gezupften Mittagstisch.

Was sind Winterharte Kräuter und Kaltkeimer?

Man unterscheidet bei den winterharten Kräutern zwischen denen, die als krautiger Strauch im Winter stehen bleiben, denen die ihr Laub einziehen und den Kaltkeimern. Zu der Sorte der winterharten krautigen Sträucher bei mir im Garten zählen z.B.:

  • Thymian
  • Oregano
  • Lavendel
  • Salbei
  • Weinraute

Bei mir habe ich sogar einen Lorbeer-Hochstamm anpflanzen können. In der ersten Zeit hatte ich ihn im Kübel. Aber dann wurde er mir doch zu mächtig und sollte in die mediterrane Ecke ziehen. Und es klappt wunderbar: Jedes Jahr ein geringer, aber stetiger Zuwachs an aromatischen Blättchen. Bei Lorbeer habe ich viel gelesen, dass es mit der Winterhärte nicht so weit her sein soll. Im warmen Rheinland kann es jedoch gut klappen. Selbst ohne zusätzlichen Winterschutz! Ebenfalls in der mediterranen Ecke wächst der Salbei und ein üppiger Lavendelbusch. Der Salbei wächst mir schon fast über den Kopf und wird jedes Jahr auf Kniehöhe zurück geschnitten. Er war zusammen mit dem Lavendel schon im Garten gepflanzt, als wir das Haus gekauft hatten. Und ich hatte nicht das Herz ihn auszureißen.

Winterharte Kräuter, die komplett einziehen

Andere winterharte Kräuter wie Minze oder Zitronenmelisse sind im Winter gar nicht zu sehen. Sie ziehen vollständig ein und treiben im Frühjahr komplett neu aus. Weder Minze noch Zitronenmelisse haben die rheinischen Winter bisher klein gekriegt. Für diese tolle Widerstandskraft zahlt man allerdings einen hohen Preis: Beide sind echte Wucherer. Wenn man sie auspflanzt, kennt ihr Ausbreitungsdrang keine Grenzen. Und bei aller Liebe: Im angrenzenden Erdbeerbeet hat die Melisse nichts zu suchen. Bei den Minzen habe ich mir damit geholfen, dass ich sie ausschließlich in Töpfen pflanze. Minzen neigen dazu, nach innen hin zu verkahlen. Deshalb hole ich alle zwei Jahre die Pflanze aus dem Topf raus, teile sie und setze die Stücke neu ein.

Winterharte Kräuter mit Kaltkeimern

Am meisten beeindrucken mich die Kaltkeimer. Dazu zählen u.a. Bärlauch und Waldmeister. Eigentlich müsste man sie jedes Jahr  neu aussähen, aber wenn man die Kräuter blühen lässt erledigen sie diesen Job ganz von alleine. Dabei klingt Kaltkeimer erst mal ungewöhnlich: Normalerweise braucht eine Pflanze doch Wärme um zu wachsen. Bei diesen Samen ist es aber so, dass sie dringend niedrige Temperaturen brauchen um überhaupt keimen zu können. Dabei reichen meist schon Temperaturen um 5° um die Keimung anzuschieben. Und jedes Jahr wird mein Bärlauchbestand größer und üppiger.

Vom Bärlauch bleibt nach dem Frühling nichts mehr über. Das liegt nicht nur daran, dass die Pflanze komplett einzieht, sondern auch daran, dass ich sehr gerne ernte. Dabei achte ich aber darauf, dass immer genug Blätter stehen bleiben, damit eine Blüte entstehen kann. Denn diese verstreut mit dem Abblühen die Samen für das nächste Jahr.

Winterharte Kräuter: Rezepte

  • Gin Tonic mit Waldmeister
  • Bärlauch Guacamole mit Orangeflavor
  • Süßer Zitronenmelisse Schaum mit marinierten Erdbeeren
  • Erdbeergelee mit Weinraute

 

 

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